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04.07.2016
News NJV
EM U18: Platzierung für Hanna Rollwage
Mit einer Platzierung sind die niedersächsischen Judoka von den Europameisterschaften aus dem finnischen Vantaa zurückgekehrt. Im Schwergewicht (über 70 Kilogramm) kämpfte sich Hanna Rollwage auf den 7. Platz vor. Vereinskollege Luka Fettköther (Judo in Holle) schied ebenso wie Jana Gussenberg (Crocodiles Osnabrück) früh aus dem Wettbewerb aus.

Aufgrund ihrer Position in der Weltrangliste musste die Holler Judoka erst im Achtelfinale in das Wettkampfgeschehenen eingreifen. Dort gelang ihr ein verheißungsvoller Auftakt: Gleich drei Yukowertungen und die 4 Shidos ihrer Gegnerin führte sie in die nächste Runde. In dieser wartete Sophio Somkhisvili, gegen die Hanna Rollwage bis dato eine ausgeglichene Kampfbilanz aufwies. Während sich die Georgierin 2015 noch durchsetzen konnte, behielt die NJV-Kämpferin 2016 die Oberhand – jedoch nicht beim kontinentalen Saisonhighlight. Bereits nach 40 Sekunden war der Kampf durch einen Haltegriff zuungunsten Rollwages entschieden. „Nach dem kurzen Ärger richtete ich meinen Blick jedoch schnell wieder nach vorn. Schließlich war die Bronzemedaille noch in Reichweite.“

Dem Platz auf dem Podest näherte sich die 15-Jährige dann mit einem Sieg gegen Anna Lebedeva. Die Hollerin hatte die Lettin fest im Griff und sorgte nach 1:36 Minuten für die siegreiche Technik. Im folgenden Kampf um den Einzug in das kleine Finale stand dem NJV-Talent ebenfalls keine Unbekannte gegenüber: Marit Kamps hieß ihrer Gegnerin schon bei den European Cups in Teplice und in Berlin. 1:1 lautete die diesjährige Kampfbilanz, der nun eine weitere Niederlage hinzugefügt werden muss. „Schade, dass ich mich gegen die Niederländerin nicht habe durchsetzen können. Unschlagbar war sie nicht“, bewertete Hanna Rollwage ihr Abschneiden, „für meine erste EM ist ein 7. Platz ganz okay, aber ich wollte mehr. Daher bin ich schon etwas enttäuscht.“ Für das kommende Jahr hat sich die Hollerin das Ziel gesetzt, erneut bei der EM an den Start zu gehen und dann noch weiter zu kommen.

Die weiteren niedersächsischen Nominierten Jana Gussenberg (bis 48 Kilogramm) und Luka Fettköther (bis 81 Kilogramm) hatten nach Auftaktniederlagen nicht die Möglichkeit, sich über die die Trostrunde in die Platzierungsränge zu kämpfen. Auch im Teamwettbewerb lief es sowohl für die männliche als auch die weibliche Nationalmannschaft nicht rund: Beide Teams schieden aus, bevor um Edelmetall gekämpft wurde.

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Fotos: [oben]: Heiko Haase; [1]: DJB; [2]: privat; [3]: Judo in Holle/Hildesheimer Allgemeine Zeitung
C.Jelinsky, 04.07.2016 15:07:02