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17.07.2016
News NJV
Tim Gramkow Sieger des European Cups in Gdynia
Mit einem achtköpfigen Aufgebot war der NJV beim European Cup der Junioren in Polen vertreten. Ergänzt wurde das niedersächsische Team von den OSP-Athleten Thomas Gubert und Domenik Schönefeldt (beide Thüringen). Am besten konnte sich dabei Tim Gramkow (TKJ Sarstedt) in Szene setzen, der nach fünf gewonnenen Kämpfen die Goldmedaille in Empfang nahm. Hannah Deliu (Judo-Team Hannover) und OSP-Ahtlet Domenik Schönefeldt verpassten das Podest als Fünfte nur knapp. Christian Dill (Crocodiles Osnabrück) platzierte sich als Siebter.

Nach absolviertem Höhentrainingslager in Rauris und gemeistertem EJU-Trainingslager in Spanien zeigte sich Tim Gramkow (bis 81 Kilogramm) in sehr guter Verfassung. In seinem mit 28 Kämpfern stark besetztem Limit gelang dem Vize-Europameister von 2014 mit zwei vorzeitigen Siegen der Einzug in das Poolfinale. Dabei profitierte er im ersten Kampf von der Disqualifikation seines Konkurrenten Bartosz Ponichtera aus Polen. Auch in der zweiten Begegnung behielt er über den Letten Davis Duda nach Strafen die Oberhand.

Einen sensationellen Sieg gelang dem NJV-Ahtleten im folgenden Viertelfinale: Gegen den favorisierten Weltranglisten-Fünften Anri Egutidze setzte sich Tim Gramkow bereits nach 25 Sekunden Kampfzeit durch. Der Sarstedter fügte dem Portugiesen – dieser ist vierfacher Medaillengewinner bei internationalen Turnieren 2016 – erst die vierte diesjährige Niederlage (bei 17 Siegen) zu. Nur geringfügig länger dauerte das Halbfinale des 18-Jährigen gegen den Niederländer Jim Heijman. Der niedersächsische Bundeskaderathlet machte den Sieg gegen den Silbermedaillengewinner der European Open 2016 in Spanien (im Erwachsenenbereich) in der ersten Kampfminute perfekt.

Seinen Wettkampftag vergoldete sich Tim Gramkow im Endkampf mit einem Ippon-Sieg gegen Jesper Smink (Niederlande). Mit einer Yuko-Wertung in Führung liegend gewann er per Haltegriff ebenfalls vorzeitig und sicherte sich nach Gold bei den Bremen Masters die zweite Topplatzierung in diesem Jahr. Zweiter NJV-Starter in diesem Limit war Henrik Schreiber (Crocodiles Osnabrück). Für ihn galt es, auf seine beim European Cup in La Coruna gezeigte Leistung anzuknüpfen. In Spanien musste er sich – noch unberichtet – nach Siegen gegen zwei WM-Starter lediglich im Finale einem weiteren Weltmeisterschafts-Teilnehmer geschlagen geben. Die Hoffnung auf eine Medaille in Gdynia war jedoch bereits nach einer Auftaktniederlage zunichte gemacht und der Wettkampf früh beendet.

In der Kategorie bis 63 Kilogramm der Frauen muss Hannah Deliu derweil noch auf ihre erste internationale Medaille in ihrer neuen Alters- und Gewichtsklasse warten. In Gdynia startete die Hannoveranerin wertungsreich. 3 Wazari- und ebenso viele Yukowertungen, unter anderem gegen die letztjährige Ozeanienmeisterin, führten die 18-Jährige durch die Vorrunde in das Halbfinale. Auch dort lag Deliu mit einer hohen Wertung in Führung, ehe sie sich in der letzten Kampfminute geschlagen geben musste. Im kleinen Finale gegen die Dänin Laerke Olsen, Gewinnerin des European Cups in La Coruna, konnte die WM-Dritte eine Yuko-Wertung nicht ausgleichen und belegte so mit einer Bilanz aus drei Siegen und zwei Niederlagen einen achtbaren fünften Platz. Ihre Gewichtsklasse war mit 22 Kämpferinnen stark besetzt.

Ebenfalls einen fünften Platz belegte OSP-Athlet Domenik Schönefeldt. In der Kategorie bis 100 Kilogramm gelang dem topgesetzten Thüringer nach einem Freilos mit einem Sieg gegen den Belgier Wouter Vandyck der Sprung in das Halbfinale. Dort musste er sich wie auch schon beim European Cup eine Woche zuvor dem Ukrainier Oleksii Lysenko vorzeitig geschlagen geben. Eine weitere Niederlage gegen den Drittplatzierten des European Cups von Lugano, den Polen Kacper Szczurowski, verhinderte den erhofften Sprung auf das Podest.

Am ersten Wettkampftag zeigte Christian Dill (bis 73 Kilogramm) eine gute Leistung. Der Osnabrücker fand mit einem Sieg gegen den Polen Maciej Kowalski gut in das Turnier, musste sich aber im zweiten Duell gegen den späteren Dritten Tomasz Czerniawski denkbar knapp geschlagen geben. In der Trostrunde wahrte er sich mit einem Erfolg gegen den Tschechen Vaclav Cerny (im Golden-Score) und gegen den Norweger Herman Hermansen die Chance auf eine Medaille. Im Kampf um den Einzug in das kleine Finale hatte der 18-Jährige gegen den starken Briten Eric Ham das Nachsehen. Dill knüpft mit der erreichten Platzierung als Siebter an seine Leistung beim European Cup in La Coruna, den er als Fünfter abschloss, an.

Seine Teamkollegin Greta Bolte kam ebenso wie Elna Ahrenhold, Maik Dittrich (beide Judo-Team Hannover) und Thilo Assmann (Judo in Holle) bei diesem Turnier nicht über die erste Runde hinaus. OSP-Athlet Thomas Gubert startete mit zwei gut herausgekämpften Siegen in das Turnier, hatte aber nach verlorenem Achtelfinale nicht das Glück, in die Trostrunde einziehen zu können.

Bericht: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Fotos [oben]: EJU; [1] (Archiv): IJF; [2] (Archiv): Lotto Sportinternat;
J.Jelinsky, 18.07.2016 10:29:33