Niedersächsischer Judoverband e.V.
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09.08.2016
News NJV
Der NJV trauert um Jaap Niezen
Seinen Schülern und Wegbegleitern bleibt besonders seine motivierende Art, Judo zu unterrichten im Gedächtnis. Jaap Niezen hatte nicht nur während des Trainings immer einen guten Spruch auf den Lippen. Als einer der höchstgraduierten Judoka in Niedersachsen war er ein Judo-Allrounder, der dem Bereich Kata sowie der judobezogenen Selbstverteidigung ein besonderes Interesse entgegenbrachte. Auch über die Grenzen Niedersachsens hinaus war der Niederländer in Deutschland ein gefragter Kompetenzträger.

Über viele Jahre war er im Bezirk Weser-Ems als Selbstverteidigungsreferent tätig. In dieser Funktion war ihm neben der Vermittlung effektiver Verteidigungstechniken der Aspekt der Gefahrenvermeidung ein wichtiges Anliegen. Großes Engagement zeigte Jaap Niezen auch in der Vermittlung verschiedener Kata. Seine Lehrgänge auf Landes- und Bezirksebene fanden großen Anklang. Bei der NJV-Sommerschule war er – z.T. gemeinsam mit seinem Bruder Hennie – als Referent ebenfalls aktiv. Als Prüfer wurde er vornehmlich bei hohen Dangraduierungen eingesetzt.

Auch nachdem ihm eine aktive Teilnahme an Lehrgängen nicht mehr möglich war, blieb er in Niedersachsen, z.B. als ständiger Gast beim jährlichen bundesoffenen Oldenburger Kata-Seminar, präsent. Somit war er bis zuletzt ein Brückenbauer zwischen dem niederländischen und dem deutschen Judosport. Für seine Verdienste im NJV wurde ihm im Jahr 1999 der 6. Dan verliehen. Parallel zu seinem Engagement in Niedersachsen war er auch in seiner Heimat als ein "Judo-Verrückter" mit "seinem" Sport eng verbunden.


Jaap Niezen verstarb am 7. August im Alter von 80 Jahren nach längerer Krankheit in Winschoten (NL).

Text: NJV-Medienteam (Christian Jelinsky)
Foto: Peter Vrijenhoek
C.Jelinsky, 09.08.2016 14:11:50