Niedersächsischer Judoverband e.V.
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21.08.2016
News NJV
Landessichtungsturnier der U 12: Gelungene Premiere der neuen Jugendregeln
Die Qualität und das technisches Niveau der etwas über 100 Teilnehmer am Sonntag waren erfreulicher Weise auf einem hohen Niveau. Am Start waren Nachwuchstalente aus ganz Niedersachsen. Für mich als Nachwuchstrainerin war es spannend zu sehen, inwieweit die Trainingsmaßnahmen bei den Kaderathleten gewirkt haben und wie sie sich im Wettkampf präsentieren. Ich möchte in meinem Bericht zum Heiko-Hornuss-Gedächtnisturnier/Landessichtungsturnier U 12 aber nicht nur auf die Ergebnisse und die Leistungen der Judoka eingehen, sondern die Maßnahme auch aus dem Blickwinkel des Wettkampfsystems und der neuen Regeln betrachten.

Teilnehmerzahlen
Die Teilnehmerzahl beim Landessichtungsturnier war mit über 100 zwar gut, aber noch steigerungsfähig. Ob dies, wie einige meiner Trainerkollegen meinten, an dem hohen Niveau der Veranstaltung lag oder auch andere Gründe hat, sollte sicherlich noch diskutiert werden. Schade war in jedem Fall das Fehlen der Starter aus den Jugendaußenstützpunkten Uelzen, Vorsfelde und Hollage.

Neue Wettkampfregeln in der U12
Im Rahmen des Turniers wurden die neuen Jugend-Wettkampfregeln des Landesverbandes das erste Mal angewendet und erfreulich gut umgesetzt! Hierbei gilt mein Dank besonders den Kampfrichtern. Sie sorgten für ein entspanntes und positives Wettkampfgeschehen auf der Matte. Die Regeln wurden den Kämpfern kinderecht und geduldig erklärt.

Ein entscheidende Änderung bei den neuen Jugendregeln ist sicher der erlaubte Griff in und um den Nacken.
Ich bin der Überzeugung, dass die Ausbildung im Ärmel/Revers-Griff und die Arbeit des Hub- und Zugarmes in der Nachwuchsausbildung einen wichtigen Stellenwert haben. Im Training muss dies intensiv und regelmäßig trainiert werden. Doch die körperlichen Voraussetzungen sind nicht bei allen Kindern gleich. Dem muss Rechnung getragen werden. Die neuen Griff- und Fassarten erlauben und fordern viele unterschiedliche Techniken. Dies fördert die Entwicklung der Kinder und berücksichtigt ihre persönlichen Fähigkeiten und Neigungen. Hierzu ein Kommentar meines Trainerkollegen Teja Ahlmeyer von den Judo Crocodiles Osnabrück:

„Ich bin mir aber sicher, dass z.B. die Holländer den Ärmel/Revers-Griff deswegen besser beherrschen, weil die Kinder frühzeitig lernen, diesen Griff gegen beispielsweise einen Nackengriff durchzusetzen. Andersherum müssen die Kinder einen Nackengriff auch gegen einen quirligen Ärmel/Revers-Kämpfer durchsetzen, wodurch sich beide enorm verbessern und auch die körperlichen Voraussetzungen trainiert werden. Um erfolgreich mit dem Ärmel/Revers zu kämpfen ist ein hohes Maß an Spritzigkeit und Bewegungstempo etc. notwendig. Zwängt man nun Kinder in den gleichen Griff wird sich der Griff und die Bewegungsfertigkeit dadurch nicht verbessern.“

Als positives Ergebnis am Sonntag wurden viele Kämpfe durch Wertungen und technische Entscheidungen und deutlich weniger durch Strafen entschieden. Auch das Kontern hat die Kämpfe positiv beeinflusst. Die Kinder hatten ein viel größeres Handlungsrepertoire zur Verfügung und nutzten dieses auch.

Neues Wettkampfsystem
Gewichtsklassen und vorgepooltes System sorgten trotz weniger Teilnehmer für viele Kämpfe. Die Ausrichter und ein Team vom NJV sorgten für einen reibungslosen und zügigen Ablauf trotz der vielen Neuerungen.
Hierfür an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön und den Platzierten noch einmal meine Gratulation!

Landestrainerin
Andrea Goslar

Titelbild Andrea Goslar
Fotos unten [1]-[5]: Andreas Lippelt; [6-8] Andrea Goslar
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C.Jelinsky, 22.08.2016 16:59:12