Niedersächsischer Judoverband e.V.
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03.12.2016
News NJV
Bezirk Braunschweig: Vereine aus 7 Kreisen bilden gemeinsame Plattform
Einen neuen organisatorischen Rahmen für zahlreiche geplante Aktivitäten schufen Vereinsvertreter aus 20 Vereinen am 29.11. auf einer Arbeitssitzung im nördlichen Bezirk Braunschweig. Die einstimmig neu etablierte Judo-Region Braunschweig ersetzt ab sofort die Kreis-/Stadtfachverbände Braunschweig, Gifhorn, Goslar, Peine, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg. Mit der Gründung des neuen Arbeitskreises findet ein rund einjähriger vorbereitender Konzeptions- und Konsultationsprozess sein Ende.

„Im Laufe des Jahres konnten Bedürfnisse, Perspektiven und Ideen von 32 Vereinen und weiteren Akteuren in Erfahrung gebracht werden“, berichtet Christian Jelinsky, Vizepräsident Jugend des Bezirks Braunschweig, der die Gründung der neuen Untergliederung initiierte. Bei seinen Bemühungen konnte er auf ähnliche gelagerte Initiativen etwa aus den Jahren 2013/2014 sowie auf Beispiele aus anderen Bezirken aufbauen. 35 Vereine mit rund 2100 Judoka sind Teil der Judo-Region Braunschweig.

15 zumeist jungen Judoka aus 10 Vereinen wurde das Vertrauen ausgesprochen, den Sportverkehr der Region zu gestalten. In sechs Kompetenzteams zeigen sich die Engagierten für Vorbereitung, Durchführung und Evaluation von Veranstaltungen aus ihrem Tätigkeitsfeld verantwortlich. Anfallende Arbeit ist so von vornherein auf mehrere Schultern verteilt, ohne dass es zu Reibungsverlusten kommt. Ein dreiköpfiges Vorstandsteam begleitet die Kompetenzteams, wacht über das Budget und repräsentiert die Region nach innen und außen.

„Die Judo-Region Braunschweig kann nur dann ein Erfolg werden, wenn es eine lebhafte Diskussion und Kommunikation innerhalb der Struktur gibt“, äußert sich David-Marcel Meier als einstimmig gewählter Vorsitzender des Arbeitskreises. Fortlaufende konstruktive Kritik und Unterstützung des Vorstands und der Kompetenzteams durch Vereine und Judoka, die bereits auf eine große Expertise und langjährige Erfahrungen in der Vereins- und Verbandsarbeit zurückgreifen können, sei elementar für den Erfolg der Region. David-Marcel Meier bedankt sich für den großen Vertrauensvorschuss, dem ihm und seinem Team entgegengebracht wurde. "Die einmütige Entscheidung für die Judo-Region Braunschweig gibt uns großen Rückwind für die Umsetzung des beschlossenen Konzeptes", sagte er im Gespräch mit dem NJV-Medienteam.

Etwas enttäuscht zeigten sich eine Reihe von Vereinsvertretern und Mitglieder des erweiterten Vorstandes, dass es bis zuletzt nicht gelungen war, die Verantwortlichen eines weiteren Kreises von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Regionsgründung zu überzeugen. „Judoka aus dem Kreis Helmstedt sind selbstverständlich eingeladen, das Sportangebot der Region zu nutzen“, baut David-Marcel Meier Brücken. „Unterschiedliche Vorstellungen auf der ‚politischen Ebene‘ gilt es in Gesprächen zu erörtern und zu einem schonenden Ausgleich zu bringen“, zeigt sich der Vorsitzende für verschiedene denkbare Partizipations- und Organisationsformen offen. Vereine aus dem Süden Niedersachsens (Kreise Göttingen, Osterode, Northeim) sind ebenfalls eingeladen, das Angebot der neuen Region zu nutzen.

„Lokale vereinsübergreifende Aktivitäten mit benachbarten und befreundeten Vereinen sind selbstverständlich auch innerhalb der Region erwünscht“, fährt David-Marcel Meier fort und verweist dabei auf geplante Aktivitäten im ehemaligen KFV Gifhorn sowie auf einen „Trainingszirkel“ der Vereine Pfeil Broistedt, MTV Osterode, TSV Ohlendorf, TB Lengede und MTV Wolfenbüttel. Erwachsene Judoka der genannten Vereine treffen sich seit kurzem einmal monatlich zu einer gemeinsamen Trainingseinheit.

Der Vorsitzende blickt der kommenden Zeit gespannt und mit Freude entgegen. Schon kurz nach der Gründung laufen die Vorbereitungen für das Sportjahr 2017 auf Hochtouren. Bereits am 18.12. wird ein Lehrgang zur Vorbereitung auf die Prüfung zum 1. und 2. Kyu im Januar stattfinden. „Die organisatorischen Weichen sind gestellt. Mit der tatkräftigen Unterstützung aller Vereine kann die Region nur ein Erfolg werden“, zeigen sich alle Mitglieder der Kompetenzteams und des Vorstandes überzeugt.

Bericht: Christian Jelinsky (NJV-Medienteam)
Foto: Teile des erweiterten Vorstandes der Judo-Region Braunschweig

Offenlegung: Der Verfasser ist Mitglied des Vorstandes der Judo-Region Braunschweig und hat dessen Gründung aktiv begleitet.
kontaktliste_regionbraunschweig.pdf (10 KB)
C.Jelinsky, 03.12.2016 12:07:19