Nage no kata für Trainer

Daniel Wissel: Wir, die „Red Judo Dragons“ des TC Hameln, fanden es super, dass ein so guter Lehrgang bei uns stattfinden durfte, und freuen uns schon auf den nächsten (Katame no kata – Gruppe 2 und 3 – am 6.5.18). Alle Trainer und Schüler sagen „DANKE“ an die Referenten. Die Kids (zusätzlich zu ihren Trainern mit dabei) fanden es super, wenn auch sehr anstrengend, dass sie dabei sein durften und viel lernen konnten. 

Sylke und Jörg Bohlen: …heute noch mal im Nachgang zu dem Lehrgang von Sonntag ein paar Ideen, die Jörg und mir beim Nachkauen des Lehrgangs gekommen sind.
Sowohl Jörg als auch ich sind unter anderem durch Hannas Ausführungen zur Nage no kata zu der Ansicht gekommen, dass Kata gerade auch im Anfängerbereich dazu beitragen kann, körperliche Defizite von Kindern und Jugendlichen zu kompensieren bzw. zu trainieren. Dazu gehört meiner Ansicht nach in erster Linie der Aufbau von Körperspannung, was für die Ausführung einer Kata einfach unabdingbar ist.
Des Weiteren unterstützt das Training von Kata die vom DJB herausgegebenen Judowerte. Kata zu üben, ohne Respekt für den Partner und Freundschaft im Sinne der Werte wie Geduld und Disziplin beim Üben, ist nicht möglich.
Dass Kinder diese ganzen Aspekte nicht sofort erlernen und dass man auch hier spielerische Ideen zur Herangehensweise entwickeln muss, ist völlig klar. Aber auch hier sollten neue didaktische und methodische Ansätze im Bereich Judo unter Einbeziehung der Methode Kata entwickelt werden.
Für die Trainer, die z.B. Nage no kata unterrichten, kommt es durch solch eine (geschulte) Herangehensweise auf jeden Fall zu einem tieferen Technikverständnis, welches auch bei der weiteren Ausbildung mit Hinführung zu Kuzushi und Zanshin äußert hilfreich ist.