Kata für den Dan - eng wars!

Mit 33 Teilnehmern war nach den eigentlichen Anmeldungen bis zum Zeitpunkt der Anmeldefrist nicht zu rechnen gewesen. Wären alle gekommen, die sich danach noch angemeldet haben, wären wir über 40 geworden. Dafür ist die Halle und die Mattenfläche ein wenig klein. Aber dafür hatten wir es warm und gemütlich. Wer schon mal im Kodokan im Sommerkurs trainiert hat oder dort mit Sonderbehandlung in einem der kleineren Dojos war, der weiß, dass dort diese Enge nichts Besonderes ist. Die Großzügigkeit eines OSP oder einer fest liegenden Matte mit mehreren Kampfflächen wie in Hildesheim findet man dort auch selten.

Den Platzmangel haben wir aber mit Rücksichtnahme und Konzentration beim Üben zu händeln gewusst, so dass es nicht zu Zusammenstößen kam. Die Hinführung zu Würgern und Hebeln INKLUSIVE der Möglichkeiten, da wieder rauszukommen, wurde mit „das hat Spaß gemacht!“ kommentiert – Judoka haben zwangsläufig einen etwas morbiden Humor.

Die Haltegriffe wurden angerissen und drei davon auf die kommenden Lehrgänge vertagt, aber da war auch die Kapazität der meisten Teilnehmer bereits zufrieden gestellt. Dies war der Bereich von Dieter Langhorst und Sebastian Esser.

A. Clement: Halle ist gut, nur bei den (Herren-)Duschen waren/sind zwei Ausflüsse
verstopft. - Termine sind gut, Themen auch gut aufgeteilt. - Referenten waren sehr gut (ich zähle jetzt mal dich und Dennis), für so viele Leute wäre ein Referent mehr hilfreich. Aber ich darf mich nicht beschweren, habe mich auch relativ kurzfristig angemeldet. Änderungswünsche habe ich keine. Den Lehrgang hattest du vernünftig
aufgeteilt und da der Rest der Kata ja noch gezeigt werden wird, wird dieselbe dann ja auch vollständig sein. Das Format mit Zeigen und dann selbst Probieren halte ich für sehr hilfreich, auch die Betonung auf "Wissensstanderweiterung" statt "Fehler aufzuzeigen" ist erfrischend positiv!
Trainerseite: In der Nage no kata haben wir die Ashi waza als Starter benutzt. Mit dem deutlichen Hinweis, welchen Aktiv-Wert der Uke in jeder Kata hat, war das eine eindrucksvolle Übung. Stichworte wie „moderater Widerstand“ konnten realitätsnah ausprobiert werden, ohne dass eine problematische Fallübung damit verbunden gewesen wäre. Mit den Ma sutemi haben wir dann die frische Konzentration und die noch unbelastete Muskulatur für die kleinen Mutproben beim Tomoe nage und Ura nage genutzt. Bei den folgenden Yoko sutemi wurde schnell klar, wieviel im Judo durch die Körperspannung, das Vertrauen zum Partner, das eigene Selbstvertrauen und die korrekte Fußstellung in der Technik passiert.

Die erste und zweite Gruppe waren allen Teilnehmern noch aus den Kyu-Prüfungs-Ausbildungen bekannt, so dass wir hier nur auf Stichproben eingegangen sind, die in den folgenden Lehrgängen vertieft werden.

Kommentar im Anschluss: das hat sehr viel Spaß gemacht und war nicht so anstrengend wie andere Nage no kata-Lehrgänge! Wir hätten gern noch mehr Trainer auf der Matte gehabt, die im Einzelfall noch hätten Tipps geben können.

OK, dank Dennis Einsatz waren wir mit zwölf Paaren auf der Matte glücklich, nahezu bei jedem Pärchen die Technik einmal in einem Detail korrigieren zu können. Zu mehr wäre aber auch mit mehr Trainern wahrscheinlich gar keine Zeit geblieben.

Seitens der Trainer kommt aber auch ein großes Kompliment an die Teilnehmer für wirklich beispiellosen Einsatz auf der Matte, niemand hat herum gestanden und sich aus dem Trainingsbetrieb verabschiedet, niemand hat sich an der Enge gestört, niemand hat gemeckert. Vielen Dank – es hat auch uns (Jutta Milzer und Dennis Burkhardt) sehr viel Spaß gemacht! 

Denkt bitte an den nächsten Lehrgang am Samstag, 3.3.18, um 10:00 ist Einlass!